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      Aachen/Berlin, 22. September 2015

      Globale Nachhaltigkeitsziele: Auch Deutschland ist gefragt

      MISEREOR fordert eine umfassende Umsetzungsstrategie der Bundesregierung

      (Aachen/Berlin, 22. September 2015) Vom 25. bis zum 27. September werden auf dem Gipfel der Vereinten Nationen in New York die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) von den Staats- und Regierungschefs verabschiedet. Auch Deutschland dürfe eine umfassende Umsetzung der Ziele nicht vernachlässigen, betont MISEREOR-Geschäftsführer Pirmin Spiegel vor Beginn des Gipfels. Die 17 Ziele nehmen nicht nur Entwicklungsländer, sondern auch Industrienationen in die Pflicht.

      "Natürlich bleibt die Agenda 2030 an vielen Stellen der Logik eines wachstumsorientierten Wirtschaftsmodells verhaftet, welches zu Armut, Ungerechtigkeit und Ausbeutung der Natur beigetragen hat. Positiv ist aber, dass der konkrete Zielkatalog einen umfassenden Anspruch erhebt und alle Staaten in die Pflicht nimmt. Er kann damit ein gutes Instrument sein, wenn es darum geht,  die Perspektive einer weltweit nachhaltigen und gerechten Entwicklung zu stärken," so MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. "Ein Skandal ist nach wie vor der wachsende Reichtum auf der einen und zunehmende Armut auf der anderen Seite. Wollen wir dies überwinden, ist entscheidend, dass alle Länder die Agenda ambitioniert umsetzen."

      Ambitionierte und überprüfbare Ziele

      Für Deutschland bedeute dies nicht nur, eine Entwicklungspolitik zu stärken, die Ursachen von Armut und Menschenrechtsverletzungen bekämpfe, sondern auch die eigene Wirtschafts- und Investitionspolitik in den Blick zu nehmen, so Spiegel. Die bisherige Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung könne dafür ein Ausgangspunkt sein, müsse aber in eine Gesamtstrategie eingeordnet werden, die alle Dimensionen der 2030-Agenda bearbeite.

      "Auf der Hand liegt beispielsweise der dringend notwendige Systemwechsel in der Landwirtschaft, die nicht nur unsere Böden zu stark belastet, sondern auch auf zu viele  Flächen in anderen Ländern zurückgreift", betont der MISEREOR-Chef. Ein weiteres Beispiel ist die konsequente Umsetzung der Energiewende. Diese sei nicht nur für Deutschland wichtig, sondern auch ein glaubwürdiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, der besonders die Armen bedrohe.

      Nachhaltigkeit als Agenda für Alle

      "Wenn wir die globalen Nachhaltigkeitsziele ernst nehmen, müssen wir aber noch einen Schritt weiter gehen. Wir müssen uns auch hier die Frage nach mehr Gerechtigkeit und Ausgleich stellen. Wir müssen  die Frage nach einem  guten Leben für alle gemeinsam so beantworten können, dass es für alle Menschen und Generationen gleichermaßen möglich ist. Das zieht in Zukunft sehr konkrete Umwälzungen in vielen Politikbereichen nach sich", so Pirmin Spiegel.

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      Globale Nachhaltigkeitsziele: Auch Deutschland ist gefordert!
      Publikation

      Vom 25. bis zum 27. September werden auf dem Gipfel der Vereinten Nationen in New York die Globalen...

      Vom 25. bis zum 27. September werden auf dem Gipfel der Vereinten Nationen in New York die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SGDs) von den Staats- und Regierungschefs verabschiedet. Auch Deutschland dürfe eine umfassende Umsetzung der Ziele nicht vernachlässigen, betont MISEREOR-Geschäftsführer Pirmin Spiegel vor Beginn des Gipfels. Das Positionspapier verdeutlicht den Standpunkt MISEREORs.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • 22. September 2015
      • Seiten: 8

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